Sie sind bekannt dafür, dass Gegensätze Sie interessieren: Sie sind ein renommierter Strafverteidiger, der Leute im Milieu kennt und enge Kontakte zu den Hells Angels pflegt. Es lockt Sie sicher, für die Volkspartei zu politisieren, weil die Partei ein Stück weit im Gegensatz zu Ihnen steht. Zumindest im Stil.
Ich sehe keine so grossen Gegensätze. Grundsätzlich ist es wichtig, sich gegenseitig zuzuhören, auch über die Parteigrenzen hinweg. Ich finde etwa vieles, was der grüne Nationalrat Bastien Girod oder SP-Ständerat Daniel Jositsch sagt, hochinteressant. Ich möchte dazu beitragen, dass man nicht mit den Scheuklappen unterwegs ist – auch ausserhalb der Politik: Es gab einen Fall, in dem ich einen SVP-Politiker verteidigt habe. Die Staatsanwältin merkte vor Gericht kritisch an, dass er in dieser Partei ist. Eine Mitgliedschaft in der SVP als anrüchig zu erachten, das geht gar nicht.

Quelle: «Ich bin ein Bünzli»