Mir geht es hier nicht um die Farben eines Clubs, sondern generell um die Szene. Bitte verzeiht mir, aber ich muss etwas Luft aus dem Kessel lassen.

Nachdem ich wieder einmal Pressefotos gesehen habe, mit welcher zerstörerischen und unverhältnismäßigen Härte gegen Motorradclubs vorgegangen wird, stelle ich mir die Frage ob wir noch in einen Rechtsstaat leben, in dem jeder Mensch gleich behandelt wird.

In den Medien, die ich täglich sehr genau verfolge, kristallisiert sich in den Bereichen, Terror, Vergewaltigung, Diebstahl, Betrug, Körperverletzung und Sachbeschädigung immer öfter der verschleierte Begriff, bzw. die Angst vor der “Political-Correctness” heraus. Ebenso verdeutlicht sich in solchen Berichten eine gewisse “Politische-Lobby”. Diesbezüglich werden Verdächtige exekutiv mit Samthandschuhe behandelt, denn es gilt die Unschuldsvermutung.

Bei Motorradclubs spottet der Begriff Unschuldsvermutung, bei einer Personenkontrolle/Hausdurchsuchung jeder Beschreibung. Bei bloßen Verdacht wird mit einer Härte vorgegangen, die eine VORVERURTEILUNG seitens der Exekutive bestätigt. Die Ergebnisse solcher polizeilichen Überfallkommandos stehen in keinen Verhältnis zu den Zerstörungen die hinterlassen werden. Nicht selten werden bei solchen überzogenen Maßnahmen auch unbedarfte Bürger in den polizeilichen Bann gezogen.

Nur weil MCs keine politische Lobby haben, der Begriff political Correctness politisch und medienmäßig keinerlei Rolle spielt, sind sie nicht als Freiwild und für politische Propaganda medienwirksam zu misshandeln bzw. zu missbrauchen.

Der Staat sollte sich um wichtigere Dinge kümmern als immer nur medienwirksam auf die Rocker zu klopfen. Wenn man sich die verschiedensten Kriminal-Statistiken betrachtet sind Rockerclubs das geringste Problem in Deutschland. Wäre es nicht interessant bei jeden Verdächtigen medienmäßig auch immer sofort den Verein oder die Organisation zu benennen in dem er oder sie tätig ist? Zum Beispiel Fan Clubs, Sportclubs, politische bzw. religiöse Vereinigungen usw. Man würde sicherlich staunen, wie geringfügig Motorradclubs prozentual dann noch in den Medien zu lesen wären.

Wir sind keine Engel und das ist gut so!

Wenn aber jemand Scheiße baut soll er dafür gerade stehen. Das gibt aber niemanden das Recht das Umfeld eines Täters ebenfalls als kriminell zu bezeichnen. ABER DAS IST LEIDER NACHWEISLICH DER FALL. Diesbezüglich braucht sich keiner wundern, wenn sich Motorradclubs immer mehr der Öffentlichkeit verschließen.

Wenn ich mit meinen Zeilen falsch liege – ok, aber die Luft ist raus und mir geht es besser… danke fürs Lesen meiner Meinung.

LG Josef

PS: Die Polizei hat in einen Rechtsstaat sicherlich ihren berechtigten Platz, den ich auch akzeptiere, aber sie sollte in ihrer Handlungsweise, wegen eines politischen bzw. medialen Druck, nicht das Grundgesetz in dem die Gleichstellung jedes Bürgers garantiert ist, vernachlässigen.